Profifotograf oder Onkel Max für Ihre Hochzeitsfotos?

Sie wollen heiraten? Herzliche Gratulation zu diesem mutigen Schritt! Nun haben Sie also Abend für Abend mit der Vorbereitung Ihres Hochzeitsfestes zu tun. Sie freuen sich, die Planung macht Ihnen Spass und die Ernüchterung gesellt sich von alleine dazu. Heiraten ist teuer! Wenn Sie nur zivil heiraten wollen brauchen Sie diesen Artikel nicht zu lesen. Wenn Sie aber ein Fest für Freunde und Verwandte geben möchten und Sie über einen Hochzeitsfotografen nachdenken, dann sollten Sie weiter lesen.

Das Budget

Selbst wenn Sie ein Fest «im kleinen Rahmen» planen müssen Sie viel Geld ausgeben. Ein Brautkleid, einen Anzug für den Bräutigam, ein Apéro für 100 Gäste, ein Nachtessen für 40 geladene Gäste, Dekorationen, Attraktionen… Da sind Sie schnell bei 10’000 Franken. Und jetzt noch einen professionellen Hochzeitsfotografen für 3’500 oder mehr Franken? «Das kann doch auch Onkel Max machen!». Sind Sie sicher?

Gute Bilder bekommen

Warum wollen Sie Ihre Hochzeit in Bildern festhalten? Genau, Sie wollen eine Erinnerung an diesen speziellen Tag die Sie behalten können. Sie möchten die Stimmung, Ihre Gäste, die Überraschungen wieder sehen. Onkel Max kann das nicht! Eine Hochzeit in Bildern festhalten ist eine Aufgabe, die viel Erfahrung, beherrschte Technik und Stresstoleranz erfordert. Eine Hochzeit ist eine lückenlose Aneinanderreihung von Momenten, die nicht verpasst werden dürfen. Ein professioneller Hochzeitsfotograf kennt diese Situationen und ist darauf vorbereitet. Onkel Max schwimmt in der Menge und verpasst den richtigen Moment weil der Akku des Blitzes leer ist.

Viele Brautpaare unterschätzen den Zeitbedarf für Paar- und Gruppenaufnahmen. Onkel Max macht sich darüber keine Gedanken. Der Berufsfotograf recherchiert aber die Location, überlegt sich was für Lichtverhältnisse er am Hochzeitstag antreffen wird und klärt im Voraus Möglichkeiten ab, wie er eine Gruppe von 100 Personen fotografieren kann. Er befragt das Brautpaar über seine Bildvorstellungen und bereitet sich darauf vor. Im Gegensatz zu Onkel Max ist er in der Lage, ihm als Beispielbilder vorgelegte Fotografien die dem Brautpaar gefallen zu analysieren und zu reproduzieren.

Die Technik

Onkel Max macht mit seiner Kamera fixfertige Bilder im jpg-Format. Wenn da das Weiss des Brautkleides grün ist, kann man nicht mehr viel korrigieren. Der Profifotograf macht Bilder im RAW-Format, nackte, unbearbeitete Daten die alles einfangen, was die Kamera hergibt. Um daraus ein fertiges Bild zu entwickeln muss er es bearbeiten. Jedes einzeln! Eine Faustregel besagt, dass die Bearbeitungszeit das doppelte der Aufnahmezeit beträgt. Wer also professionelle Bilder erwartet, die diesen Anspruch auch erfüllen muss in Kauf nehmen, dass der Fotograf nach 12 Stunden Hochzeitsreportage noch 24 Stunden mit der Bearbeitung des Materials beschäftigt ist. Das hat seinen Preis.

Der Preis

Auf den ersten Blick erscheint ein beruflicher Hochzeitsfotograf sehr teuer zu sein. Das täuscht! Aus zwei Gründen. Erstens: Sie geben ja auch Geld aus um Ihre Gäste zu verköstigen und wahrscheinlich essen Sie zur Probe um sicher zu sein, dass das Essen gut wird. Sie wollen sich da also darauf verlassen können, dass Sie bekommen, was Sie erwarten. Richtig, so macht man das! Zweitens: Sagen wir, Ihr Hochzeitsfest dauert 10 Stunden und Sie geben dafür rund 15’000 Franken aus und Onkel Max fotografiert gratis. Das bedeutet, dass Sie pro Minute knapp 25 Franken bezahlen. Das ist wie Feuerwerk! Anzünden, puff, ahhh, ohhhh, weg! Ein Hochzeitsfest ist eine sehr effiziente Art der Kapitalvernichtung. Und was kostet es Sie, wenn Sie statt Onkel Max einen Berufsfotografen engagieren, der Ihr Fest für 4’000 Franken dokumentiert? 0.0000005 Franken pro Eheminute falls Sie eine Frau und bei Ihrer Hochzeit 30 Jahre alt sind. Scheidungsrate eingerechnet.

Fazit

Falls Sie wirklich ernsthaft heiraten wollen weil Sie jemanden lieben und dies mit einem grossen Fest zeigen möchten: Engagieren Sie den Profifotografen. Diese Bilder sind das Einzige, was Ihnen nach dem Fest bleibt! Und Onkel Max kann ja trotzdem ein paar Bilder machen.