Hautnah Polaroid-Fotoprojekt mit tätowierten Menschen

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Das Fotoprojekt «Hautnah» ist vollendet. Vierundzwanzig Menschen haben sich mit ihren Tattoos fotografieren lassen. Entstanden sind vierundzwanzig einzigartige, 20 x 25 Centimeter grosse Polaroid-Fotografien. Ich bedanke mich bei allen Fotografierten. Für ihr Vertrauen, ihre Offenheit, ihr Interesse, ihr Mitdenken, Mitgestalten und für die vielen spannenden, berührenden Geschichten, die mit ihren Tattoos verbunden sind.

 

Ausstellung

21. Mai bis 5. Juni 2016, Fotostudio Thomas Flück, Hüniweg 14, 8706 Meilen

Vernissage

Freitag, 20. Mai 2016, 16 bis 20 Uhr

Öffnungszeiten

Mo-Fr: 16 – 19 Uhr
Sa / So: 11 – 16 Uhr

Nur noch Eingänge!

Über die falsche Verwendung des Begriffs «Homepage»

Jetzt muss es gesagt sein! Der Begriff «Homepage» wird im deutschsprachigen Raum von 99 Prozent derer, die den Begriff verwenden falsch verwendet. Mich ärgert das. Klar, eine lebendige Sprache wandelt sich. Das ist normal, unvermeidlich und oft erträglich. Wenn dieser Wandel aber einer klaren Ausdrucksweise schadet, so ist das bedauerlich.

Also, wir klären auf: Wenn das «Internet» eine Stadt ist, dann ist das «World Wide Web» in etwa ein Teil der Infrastruktur dieser Stadt. World Wide Web und Internet sind keine Synonyme. Das World Wide Web sind beispielsweise die Häuser in dieser Stadt. Diese Häuser sind die «Websites». Häuser bestehen meist aus mehreren Zimmern. Die einzelnen Zimmer sind die einzelnen «Webpages», zu deutsch «Webseiten». Wenn man ein Haus durch den Haupteingang betritt, kommt man in den ersten Raum, den Eingangsraum. DAS ist die «Homepage». Die Homepage ist die erste Webpage einer Website die man betritt. Eine Website besteht also aus einer bis vielen Webpages. Davon ist nur die Eingangsseite die Homepage.

Wenn es sich eingebürgert hat, dass man von seiner Homepage spricht und eigentlich seine Website meint, dann ist das so, wie wenn man sagte «Besuchen Sie doch mal unseren Eingang» oder «Weitere Informationen finden Sie in unserem Eingang». Es ist, wie wenn die Hoteldirektion nur vom Empfang spricht und gar nicht zu wissen scheint, dass es in ihrem Hotel Bars, Restaurants, eine Sauna, ein Hallenbad, Einzelzimmer, Suiten, Kellerräume und ein Casino gibt. Ein Hoteldirektor, der alles das meint, aber immer nur vom Eingang spricht, wirkt sehr sonderlich. Genau so komisch wirkt jeder, der den Begriff Homepage falsch verwendet.

Der Gebrauch des Begriffs «Homepage» als Synonym für «Website» ist falsch! Wenn nun Laien einen Begriff falsch verwenden ist das nur bedauerlich weil Zeugnis eines Bildungsstandes. Wenn aber Sprachprofis wie Journalisten, Redakteure, Moderatoren, Werbetexter, Inserateverkäufer … einen Begriff falsch verwenden, dann ist das ärgerlich, unprofessionell und entlarvend dazu.

Liebe Chefredaktoren und Chefredaktorinnen, liebe Schreiberlinge, Sprecher und alle, die ihr beruflich mit Sprache umzugehen habt: Verbessert das! Benützt den Begriff Homepage nie mehr als Synonym für Website und knechtet eure Mitarbeitenden dazu, es ebenso zu tun!

So, jetzt ist es gesagt!

Warum Berufsfotografen nicht kostenlos arbeiten können

Auch wir bekommen immer wieder Anfragen von grossen Unternehmen, ob wir ihnen ein bestimmtes Bild zur Verfügung stellen würden. Wenn wir dann den Preis für die Nutzung dieser Fotografie nennen, wir am anderen Ende der Leitung nur leer geschluckt und die Sache hat sich erledigt. Liebe PR-Verantwortliche, Journalistinnen, Redakteure, Marketing-Spezialisten, Unternehmer und wer sonst noch kein Verständnis dafür hat, dass eine Fotografie einen Preis hat: Lest bitte den Artikel von Tony Wu (#tonywu) in der deutschen Übersetzung von Lutz Fischmann (#lutzfischmann). «Warum Berufsfotografen nicht kostenlos arbeiten können» https://photoprofessionals.wordpress.com/german/

Fotostudio in Meilen

Seit dem 1. Februar ist unser Studio im Herzen von Meilen in Betrieb. Wir freuen uns sehr, den Unternehmen an der Goldküste professionelle Fotografie in allen Bereichen des Corporate Business anzubieten. Thomas Flück Fotografie ist spezialisiert auf Business-Portraits, Mitarbeiter-Portraits, Unternehmens- und Eventreportagen sowie Sachaufnahmen. Für Immobiliengesellschaften, Architekturbüros und Baufirmen fertigen wir Architekturfotografien und Baudokumentationen an.

Selbstverständlich bedienen wir auch für Privatpersonen mit Bewerbungsfotos, Familienportraits und Privatshootings nach Ihren Wünschen.

Für Künstlerinnen und Künstler fertigen wir Reporofotografien ihrer Werke.

Individuell auf Sie zugeschnittene Fotokurse runden unser Angebot ab. Wir unterrichten Sie in Privatlektionen basierend auf Ihrem aktuellen fotografischen Können. Sehen Sie sich unser Kursangebot an.

 

 

Eine Fotografie ist ein Parkplatz. Kleine Lektion zum Thema Nutzungsrecht

Die Geschichte ist immer sie selbe: Ein Kunde, sagen wir ein kleines Unternehmen, benötigt für einen bestimmten Zweck eine Fotografie. Er beauftragt einen Fotografen, dieses Bild für ihn zu machen. Der Fotograf gibt das fertige Bild ab, der Kunde ist zufrieden und bezahlt. Darf der Kunde nun mit dem Bild für immer und ewig machen was er will? Gehört das Bild nun dem Kunden? Nein! Ganz klar nein!

Um das zu verstehen, machen wir nun eine Analogie, die alle verstehen sollten: In einer Gemeinde gibt es ein Parkplatzproblem. Es soll mit dem Bau einer grossen Tiefgarage gelöst werden. An einer Gemeindeversammlung beauftragt das Stimmvolk die Gemeinde, das Parkhaus zu bauen. Bezahlt werden soll der Bau mit Steuergeldern, dem Geld der Bevölkerung also. Das Parkhaus wird gebaut und feierlich eingeweiht. Bis hier ist also der Ablauf genau der selbe, wie bei der Geschichte mit der beauftragten Fotografie. Und es geht weiter mit der Analogie, nur ist der nun folgende Teil – wenn es um das Foto geht – fast niemandem bewusst.

Ich fahre also mit meinem Auto in das neue Parkhaus, parke es auf einem freien Parkplatz und gehe von dannen. Nun kommt der Polizist und sagt: «He Sie, Sie müssen für den Parkplatz bezahlen.» Ich: «Warum? Das Parkhaus wurde doch in meinem Auftrag gebaut und ich habe es mit meinem Steuergeld bezahlt.» Polizist: «Ja schon, aber nun wollen Sie den Parkplatz benützen und dafür müssen Sie eine Nutzungsgebühr bezahlen.» Hier hört es im allgemeinen Verständnis auf, wenn es um die Fotografie geht. Dabei ist es genau das Gleiche. Weiter im Text.

Murrend bezahle ich also die Nutzungsgebühr, damit ich mein Auto einen Tag lang hier parken kann. Da fährt eine Bekannte von mir mit ihrem Auto auf den Parkplatz nebenan. Ich gehe zu ihr und gebe ihr mein Ticket: «Schau, ich habe schon bezahlt, hier, nimm doch mein Ticket.» Da kommt natürlich wieder der Polizist und sagt: «Halt, halt! Sie haben Ihr Ticket gelöst, damit SIE parkieren dürfen. Ihre Bekannte muss ein eigenes Ticket lösen.» Ich verstehe die Welt nicht mehr! Ich habe das Parkhaus bauen lassen, mit meinem Geld bezahlt und sogar dafür bezahlt, dass ich es auch nutzen darf. Was wollen die denn noch alles von mir? Jetzt müsste also gut sein, oder? Leider nein.

Am nächsten Tag komme ich wieder in das Parkhaus, wedle freudig mit meinem Ticket von gestern vor der Nase des Polizisten und gehe weiter. Aber der Polizist hat was dagegen: «Sie müssen heute eine neues Ticket lösen.» Ich: «WIE bitte? Ich habe doch schon dafür bezahlt, dass ich den Parkplatz nutzen darf!» Der Polizist, seufzend: «Sie haben gestern für eine Nutzungsdauer von einem Tag ein Ticket bezahlt. Heute ist ein neuer Tag, die Nutzungsdauer ist vorbei. Sie müssen für diese erneute Nutzung des von Ihnen beauftragten und bezahlten Parkplatz, erneut ein Nutzungsrecht erwerben, indem Sie ein Ticket kaufen.» Ende der Geschichte. Ämel fast.

Als Fotograf verstehe ICH die Welt nicht. Warum ist allen klar, dass man für die Nutzung eines Parkplatzes, dessen Erstellung man als Stimmbürger in Auftrag gegeben und mit seinen Steuern bezahlt hat, a) immer wieder zusätzlich ein Nutzungsrecht kaufen muss, das b) nur eine bestimmte Zeit gültig ist? Warum ist niemandem klar, dass das mit einer beauftragten und bezahlten Fotografie ganz genau gleich ist? Und warum ist es so, dass ich, aus der Sicht des Kunden, als Fotograf keine Nutzungsgebühr verlangen kann? Sie werden sagen, dass das halt nun mal so sei, dass man Parkplatzgebühren zahlen muss, weil es so im Gesetz und in Verordnungen stehe. Ja, Sie haben recht. So ist das eben. ABER: Mit der Fotografie ist es genau so, liebe Leserin, lieber Leser! Im Urheberrechtsgesetz steht klipp und klar: Der Urheber oder die Urheberin hat das ausschliessliche Recht zu bestimmen, ob, wann und wie das Werk verwendet wird. (URG 10 I) Der Urheber hat zudem Anspruch auf eine Vergütung, wenn sein Werk verwendet wird. Für die Durchsetzung dieses Anspruchs sind Verwertungsgesellschaften zuständig. Die zuständige Verwertungsgesellschaft für Fotografen ist in der Schweiz die PROLITERIS.

Sie sehen, liebe Leserin, lieber Leser, auch die Nutzung von Fotografien ist geregelt. Genau wie die Nutzung eines Parkplatzes.