Hautnah

Posted by admin on Dezember 25, 2015 in Uncategorized | No Comments

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Das Fotoprojekt «Hautnah» ist vollendet. Vierundzwanzig Menschen haben sich mit ihren Tattoos fotografieren lassen. Entstanden sind vierundzwanzig einzigartige, 20 x 25 Centimeter grosse Polaroid-Fotografien. Ich bedanke mich bei allen Fotografierten. Für ihr Vertrauen, ihre Offenheit, ihr Interesse, ihr Mitdenken, Mitgestalten und für die vielen spannenden, berührenden Geschichten, die mit ihren Tattoos verbunden sind.

 

Ausstellung

21. Mai bis 5. Juni 2016, Fotostudio Thomas Flück, Hüniweg 14, 8706 Meilen

Vernissage

Freitag, 20. Mai 2016, 16 bis 20 Uhr

Öffnungszeiten

Mo-Fr: 16 – 19 Uhr
Sa / So: 11 – 16 Uhr

Nur noch Eingänge!

Posted by admin on April 18, 2015 in Professionelles | 2 Comments

Jetzt muss es gesagt sein! Der Begriff «Homepage» wird im deutschsprachigen Raum von 99 Prozent derer, die den Begriff verwenden falsch verwendet. Mich ärgert das. Klar, eine lebendige Sprache wandelt sich. Das ist normal, unvermeidlich und oft erträglich. Wenn dieser Wandel aber einer klaren Ausdrucksweise schadet, so ist das bedauerlich.

Also, wir klären auf: Wenn das «Internet» eine Stadt ist, dann ist das «World Wide Web» in etwa ein Teil der Infrastruktur dieser Stadt. World Wide Web und Internet sind keine Synonyme. Das World Wide Web sind beispielsweise die Häuser in dieser Stadt. Diese Häuser sind die «Websites». Häuser bestehen meist aus mehreren Zimmern. Die einzelnen Zimmer sind die einzelnen «Webpages», zu deutsch «Webseiten». Wenn man ein Haus durch den Haupteingang betritt, kommt man in den ersten Raum, den Eingangsraum. DAS ist die «Homepage». Die Homepage ist die erste Webpage einer Website die man betritt. Eine Website besteht also aus einer bis vielen Webpages. Davon ist nur die Eingangsseite die Homepage.

Wenn es sich eingebürgert hat, dass man von seiner Homepage spricht und eigentlich seine Website meint, dann ist das so, wie wenn man sagte «Besuchen Sie doch mal unseren Eingang» oder «Weitere Informationen finden Sie in unserem Eingang». Es ist, wie wenn die Hoteldirektion nur vom Empfang spricht und gar nicht zu wissen scheint, dass es in ihrem Hotel Bars, Restaurants, eine Sauna, ein Hallenbad, Einzelzimmer, Suiten, Kellerräume und ein Casino gibt. Ein Hoteldirektor, der alles das meint, aber immer nur vom Eingang spricht, wirkt sehr sonderlich. Genau so komisch wirkt jeder, der den Begriff Homepage falsch verwendet.

Der Gebrauch des Begriffs «Homepage» als Synonym für «Website» ist falsch! Wenn nun Laien einen Begriff falsch verwenden ist das nur bedauerlich weil Zeugnis eines Bildungsstandes. Wenn aber Sprachprofis wie Journalisten, Redakteure, Moderatoren, Werbetexter, Inserateverkäufer … einen Begriff falsch verwenden, dann ist das ärgerlich, unprofessionell und entlarvend dazu.

Liebe Chefredaktoren und Chefredaktorinnen, liebe Schreiberlinge, Sprecher und alle, die ihr beruflich mit Sprache umzugehen habt: Verbessert das! Benützt den Begriff Homepage nie mehr als Synonym für Website und knechtet eure Mitarbeitenden dazu, es ebenso zu tun!

So, jetzt ist es gesagt!

Warum Berufsfotografen nicht kostenlos arbeiten können

Posted by admin on April 11, 2015 in Professionelles | No Comments

Auch wir bekommen immer wieder Anfragen von grossen Unternehmen, ob wir ihnen ein bestimmtes Bild zur Verfügung stellen würden. Wenn wir dann den Preis für die Nutzung dieser Fotografie nennen, wir am anderen Ende der Leitung nur leer geschluckt und die Sache hat sich erledigt. Liebe PR-Verantwortliche, Journalistinnen, Redakteure, Marketing-Spezialisten, Unternehmer und wer sonst noch kein Verständnis dafür hat, dass eine Fotografie einen Preis hat: Lest bitte den Artikel von Tony Wu (#tonywu) in der deutschen Übersetzung von Lutz Fischmann (#lutzfischmann). «Warum Berufsfotografen nicht kostenlos arbeiten können» https://photoprofessionals.wordpress.com/german/

Fotostudio in Meilen

Posted by admin on März 18, 2015 in Uncategorized |

Seit dem 1. Februar ist unser Studio im Herzen von Meilen in Betrieb. Wir freuen uns sehr, den Unternehmen an der Goldküste professionelle Fotografie in allen Bereichen des Corporate Business anzubieten. Thomas Flück Fotografie ist spezialisiert auf Business-Portraits, Mitarbeiter-Portraits, Unternehmens- und Eventreportagen sowie Sachaufnahmen. Für Immobiliengesellschaften, Architekturbüros und Baufirmen fertigen wir Architekturfotografien und Baudokumentationen an.

Selbstverständlich bedienen wir auch für Privatpersonen mit Bewerbungsfotos, Familienportraits und Privatshootings nach Ihren Wünschen.

Für Künstlerinnen und Künstler fertigen wir Reporofotografien ihrer Werke.

Individuell auf Sie zugeschnittene Fotokurse runden unser Angebot ab. Wir unterrichten Sie in Privatlektionen basierend auf Ihrem aktuellen fotografischen Können. Sehen Sie sich unser Kursangebot an.

 

 

Eine Fotografie ist ein Parkplatz. Kleine Lektion zum Thema Nutzungsrecht

Posted by admin on März 1, 2015 in Rechtliches | No Comments

Die Geschichte ist immer sie selbe: Ein Kunde, sagen wir ein kleines Unternehmen, benötigt für einen bestimmten Zweck eine Fotografie. Er beauftragt einen Fotografen, dieses Bild für ihn zu machen. Der Fotograf gibt das fertige Bild ab, der Kunde ist zufrieden und bezahlt. Darf der Kunde nun mit dem Bild für immer und ewig machen was er will? Gehört das Bild nun dem Kunden? Nein! Ganz klar nein!

Um das zu verstehen, machen wir nun eine Analogie, die alle verstehen sollten: In einer Gemeinde gibt es ein Parkplatzproblem. Es soll mit dem Bau einer grossen Tiefgarage gelöst werden. An einer Gemeindeversammlung beauftragt das Stimmvolk die Gemeinde, das Parkhaus zu bauen. Bezahlt werden soll der Bau mit Steuergeldern, dem Geld der Bevölkerung also. Das Parkhaus wird gebaut und feierlich eingeweiht. Bis hier ist also der Ablauf genau der selbe, wie bei der Geschichte mit der beauftragten Fotografie. Und es geht weiter mit der Analogie, nur ist der nun folgende Teil – wenn es um das Foto geht – fast niemandem bewusst.

Ich fahre also mit meinem Auto in das neue Parkhaus, parke es auf einem freien Parkplatz und gehe von dannen. Nun kommt der Polizist und sagt: «He Sie, Sie müssen für den Parkplatz bezahlen.» Ich: «Warum? Das Parkhaus wurde doch in meinem Auftrag gebaut und ich habe es mit meinem Steuergeld bezahlt.» Polizist: «Ja schon, aber nun wollen Sie den Parkplatz benützen und dafür müssen Sie eine Nutzungsgebühr bezahlen.» Hier hört es im allgemeinen Verständnis auf, wenn es um die Fotografie geht. Dabei ist es genau das Gleiche. Weiter im Text.

Murrend bezahle ich also die Nutzungsgebühr, damit ich mein Auto einen Tag lang hier parken kann. Da fährt eine Bekannte von mir mit ihrem Auto auf den Parkplatz nebenan. Ich gehe zu ihr und gebe ihr mein Ticket: «Schau, ich habe schon bezahlt, hier, nimm doch mein Ticket.» Da kommt natürlich wieder der Polizist und sagt: «Halt, halt! Sie haben Ihr Ticket gelöst, damit SIE parkieren dürfen. Ihre Bekannte muss ein eigenes Ticket lösen.» Ich verstehe die Welt nicht mehr! Ich habe das Parkhaus bauen lassen, mit meinem Geld bezahlt und sogar dafür bezahlt, dass ich es auch nutzen darf. Was wollen die denn noch alles von mir? Jetzt müsste also gut sein, oder? Leider nein.

Am nächsten Tag komme ich wieder in das Parkhaus, wedle freudig mit meinem Ticket von gestern vor der Nase des Polizisten und gehe weiter. Aber der Polizist hat was dagegen: «Sie müssen heute eine neues Ticket lösen.» Ich: «WIE bitte? Ich habe doch schon dafür bezahlt, dass ich den Parkplatz nutzen darf!» Der Polizist, seufzend: «Sie haben gestern für eine Nutzungsdauer von einem Tag ein Ticket bezahlt. Heute ist ein neuer Tag, die Nutzungsdauer ist vorbei. Sie müssen für diese erneute Nutzung des von Ihnen beauftragten und bezahlten Parkplatz, erneut ein Nutzungsrecht erwerben, indem Sie ein Ticket kaufen.» Ende der Geschichte. Ämel fast.

Als Fotograf verstehe ICH die Welt nicht. Warum ist allen klar, dass man für die Nutzung eines Parkplatzes, dessen Erstellung man als Stimmbürger in Auftrag gegeben und mit seinen Steuern bezahlt hat, a) immer wieder zusätzlich ein Nutzungsrecht kaufen muss, das b) nur eine bestimmte Zeit gültig ist? Warum ist niemandem klar, dass das mit einer beauftragten und bezahlten Fotografie ganz genau gleich ist? Und warum ist es so, dass ich, aus der Sicht des Kunden, als Fotograf keine Nutzungsgebühr verlangen kann? Sie werden sagen, dass das halt nun mal so sei, dass man Parkplatzgebühren zahlen muss, weil es so im Gesetz und in Verordnungen stehe. Ja, Sie haben recht. So ist das eben. ABER: Mit der Fotografie ist es genau so, liebe Leserin, lieber Leser! Im Urheberrechtsgesetz steht klipp und klar: Der Urheber oder die Urheberin hat das ausschliessliche Recht zu bestimmen, ob, wann und wie das Werk verwendet wird. (URG 10 I) Der Urheber hat zudem Anspruch auf eine Vergütung, wenn sein Werk verwendet wird. Für die Durchsetzung dieses Anspruchs sind Verwertungsgesellschaften zuständig. Die zuständige Verwertungsgesellschaft für Fotografen ist in der Schweiz die PROLITERIS.

Sie sehen, liebe Leserin, lieber Leser, auch die Nutzung von Fotografien ist geregelt. Genau wie die Nutzung eines Parkplatzes.

Aufgerüstet

Posted by admin on Januar 12, 2013 in Professionelles | No Comments

Wir haben unsere Fotoausrüstung etwas aufgerüstet. Eine Nikon D4 ist jetzt immer mit dabei. Die neue Blitzanlage lässt auch on location keine Wünsche mehr übrig. Zwei Akku-Blitzgeneratoren Pro-B4 von Profoto mit vier ProHead plus Blitzköpfen bringen bis zu 30 Blitzen pro Sekunde. Sie sind staub- und spritzwassergeschützt und können darum auch problemlos auf Baustellen oder Produktionsanlagen eingesetzt werden. Abgerundet wird die neue Blitzanlage von einem Profoto Giant Silver Reflektor mit 210 cm Durchmesser. Und auch in Sachen Farbmanagement sind wir jetzt auf der ganz sicheren Seite. Der neue Bildbearbeitungsmonitor Quato Intelli Proof 300 ist hardware-kalibriert und garantiert zertifizierte Farbwiedergaben von der Kamera bis zum finalen Druckerzeugnis.

Egal, welchen Bedarf an professionellem Bildmaterial Sie haben, seien es Corporate Business Portraits, Mitarbeiterpotraits, eine Reportage über Ihre Dienstleitungen oder Ihren Produktionsbetrieb: Wir freuen uns, Sie zuverlässig mit scharfem Blick und dank Geräten auf dem neusten Stand der Technik, mit professionellen Fotografien beliefern zu können.

Ein Tsunami für Politiker, bitte!

Posted by admin on März 16, 2011 in Uncategorized | 2 Comments

Kennen Sie die 4%-Regel? Sie ist das Wichtigste, das mit mein Mittelschulrektor Dr. Erich Klee beigebracht hat. Sie lautet: «In jeder Bewegung sind es genau 4 Prozent aller Beteiligten, die die Essenz einer Sache verstanden haben. Der Rest ist Beiwerk.» Das tönt lapidar, ist aber von lähmender Dramatik. Denn, wissen Sie was das bedeutet? Es bedeutet nichts Geringeres als dass 4 Prozent aller Ärzte gute Ärzte sind, dass 4 Prozent aller Köche Ihren Gaumen in Entzücken versetzten können, dass 4 Prozent aller Lehrer die Note sechs verdienen, dass 4 Prozent aller Handwerker ihr Handwerk verstehen, 4 Prozent aller Piloten das Format eines Chesley Sullenbergers haben, der sein kaputtes Linienflugzeug im Hudson River landete… Sie können das selbst überprüfen indem Sie mal ein paar Tage darauf achten, nach wie vielen Begegnungen Sie das Gefühl haben, es mit einer wirklich kompetenten, integeren Person zu tun gehabt zu haben. Und ich garantiere Ihnen, Sie werden sich an Dr. Erich Klee von nun an erinnern!
Was in Japan gegenwärtig geschieht ist grauenhaft. Die Bilder und Nachrichten die uns hier erreichen wären in jedem Katastrophenfilm unglaubwürdig. Aber sie sind echt. Und sie zeigen Wirkung. Auch bei uns.
Ein Erdbeben kann man nicht verhindern, einen Tsunami auch nicht. Das sind Naturkräfte die wir hinnehmen müssen. Aber ein Atomkatastrophe kann man verhindern. In Japan hat man sie nicht verhindert, die Katastrophe ist da. Und jetzt werde ich ärgerlich, nein wütend! Siehe da, plötzlich beginnt in der Energie- und Atompolitik das grosse Aufwachen. Das ich nicht lache! Stellen Sie sich vor, jemand hätte vor einem Monat gefordert, dass in Deutschland unverzüglich neun von siebzehn Kernkraftwerken abgeschaltet werden. Hören Sie das Geschrei von wegen Arbeitsplätzen, Sicherung der Energieversorgung, wirtschaftlicher Verantwortung, mangelnder Alternativen und die Beteuerung, diese Reaktoren wären sicher? Haben Sie die Politiker, Manager und Experten vor Augen, wie sie uns an ihren Pressekonferenzen mit überzeugender Stimme klar machten, dass AKWs unverzicht- und das Restrisiko  kalkulierbar sei? Und heute erklären uns die selben Leute mit der der selben Stimme, dass jetzt ein Umdenken nötig sei. Schwafeln wieder von Verantwortung und Sicherheit. Schämen die sich eigentlich nicht, wenn sie heute so tun, als hätten sie vergessen was sie uns bis dato predigten und nun Entscheidungen zugunsten von Forderungen fällen, die sie vor ein paar Wochen noch als verantwortungslose, links-grün-wirtschaftsfeindliche Utopien gebrandmarkt haben? Ist es ihnen nicht peinlich, heute mit den Worten derer zu argumentieren, die sie jahrelang verhöhnt haben? Nein, sie schämen sich nicht. Sie begründen ihre Kehrtwende damit, dass die Ereignisse in Japan neue Erkenntnisse hervorgebracht hätten. Ich bitte Sie! Viel dümmer geht’s nimmer! Diese so verantwortungsbewussten Lenker unserer Gesellschaft kommen mir vor wie Kinder denen man gesagt hat, dass es tödlich sein kann sich unter einen fahrenden Lastwagen zu werfen und die die Erfahrung trotzdem selber machen wollen. Das ist Irrsinn und das Gegenteil von Verantwortungsbewusstsein!
Es gibt Risiken die man nicht eingehen darf um sicher zu sein, dass sie wirklich gefährlich sind! Wer das für sich persönlich trotzdem tun will darf das tun, solange er niemand anderen in ein solches Experiment hinein zieht. Wer aber in leitender Position aus Partikularinteressen oder Ignoranz Risiken eingeht, die sich für hunderte oder tausende von Menschen und Tieren vernichtend auswirken können, ist ein verantwortungsloser Scharlatan der nichts an dieser Position verloren hat! Dabei kommt es nicht drauf an, ob man unglaubwürdig wird, weil man seine Doktorarbeit zusammengoogelt und trotzdem an die Ehre appelliert, eine national Fluggesellschaft abschiesst in dem man ihr den Kredit verweigert und sich Jahre später mit dem zigfachen Geldbetrag aus dder Volkskasse seine Bank retten lässt oder ob man jede Achtung verliert, weil man dem Gegner den Lorbeerkranz klaut. Er oder sie muss seinen Platz räumen. Sofort.
Und da ist sie wieder, die Vier-Prozent-Regel. Sechsundneunzig Prozent derer, die jetzt nach der Katastrophe in Japan für ein Umdenken plädieren sind unglaubwürdige, eigennützige Sesselkleber. Denn schauen Sie: Diese  Leute haben ihre Inkompetenz  nicht nur in ökologischen und energiepolitischen Fragen bewiesen, nein, sie halten auch daran fest, dass das Wirtschaftswachstum der Gradmesser des Wohlbefindens ist. In Japan werden irgendwann Aufträge in Milliardenhöhe vergeben. Diese werden das Bruttosozialprodukt steigern, also geht es den Menschen dort gut.
Wir können diese alte Garde mit ihren geradezu zynisch anmutenden Überzeugungen mit unseren Wahlzetteln ins Museum schicken. Aber dafür müssen wir uns ernsthaft damit auseinandersetzen, wen wir denn auf unseren Wahlzettel schreiben. Das ist anstrengend. Und da ist sie wieder, die Vier-Prozent-Regel. Sechsundneunzig Prozent derer, die dieses Jahr Wahlzettel ausfüllen dürfen plappern bequemerweise lieber nach, was ihnen von den Parteistrategen empfohlen wird denn nur vier Prozent aller Stimmberechtigten haben verstanden, was es bedeutet als Souverän Verantwortung zu übernehmen. Handeln wir. Jetzt!

Profifotograf oder Onkel Max für Ihre Hochzeitsfotos?

Posted by Ausloser on August 25, 2010 in Professionelles | No Comments

Sie wollen heiraten? Herzliche Gratulation zu diesem mutigen Schritt! Nun haben Sie also Abend für Abend mit der Vorbereitung Ihres Hochzeitsfestes zu tun. Sie freuen sich, die Planung macht Ihnen Spass und die Ernüchterung gesellt sich von alleine dazu. Heiraten ist teuer! Wenn Sie nur zivil heiraten wollen brauchen Sie diesen Artikel nicht zu lesen. Wenn Sie aber ein Fest für Freunde und Verwandte geben möchten und Sie über einen Hochzeitsfotografen nachdenken, dann sollten Sie weiter lesen.

Das Budget

Selbst wenn Sie ein Fest «im kleinen Rahmen» planen müssen Sie viel Geld ausgeben. Ein Brautkleid, einen Anzug für den Bräutigam, ein Apéro für 100 Gäste, ein Nachtessen für 40 geladene Gäste, Dekorationen, Attraktionen… Da sind Sie schnell bei 10’000 Franken. Und jetzt noch einen professionellen Hochzeitsfotografen für 3’500 oder mehr Franken? «Das kann doch auch Onkel Max machen!». Sind Sie sicher?

Gute Bilder bekommen

Warum wollen Sie Ihre Hochzeit in Bildern festhalten? Genau, Sie wollen eine Erinnerung an diesen speziellen Tag die Sie behalten können. Sie möchten die Stimmung, Ihre Gäste, die Überraschungen wieder sehen. Onkel Max kann das nicht! Eine Hochzeit in Bildern festhalten ist eine Aufgabe, die viel Erfahrung, beherrschte Technik und Stresstoleranz erfordert. Eine Hochzeit ist eine lückenlose Aneinanderreihung von Momenten, die nicht verpasst werden dürfen. Ein professioneller Hochzeitsfotograf kennt diese Situationen und ist darauf vorbereitet. Onkel Max schwimmt in der Menge und verpasst den richtigen Moment weil der Akku des Blitzes leer ist.

Viele Brautpaare unterschätzen den Zeitbedarf für Paar- und Gruppenaufnahmen. Onkel Max macht sich darüber keine Gedanken. Der Berufsfotograf recherchiert aber die Location, überlegt sich was für Lichtverhältnisse er am Hochzeitstag antreffen wird und klärt im Voraus Möglichkeiten ab, wie er eine Gruppe von 100 Personen fotografieren kann. Er befragt das Brautpaar über seine Bildvorstellungen und bereitet sich darauf vor. Im Gegensatz zu Onkel Max ist er in der Lage, ihm als Beispielbilder vorgelegte Fotografien die dem Brautpaar gefallen zu analysieren und zu reproduzieren.

Die Technik

Onkel Max macht mit seiner Kamera fixfertige Bilder im jpg-Format. Wenn da das Weiss des Brautkleides grün ist, kann man nicht mehr viel korrigieren. Der Profifotograf macht Bilder im RAW-Format, nackte, unbearbeitete Daten die alles einfangen, was die Kamera hergibt. Um daraus ein fertiges Bild zu entwickeln muss er es bearbeiten. Jedes einzeln! Eine Faustregel besagt, dass die Bearbeitungszeit das doppelte der Aufnahmezeit beträgt. Wer also professionelle Bilder erwartet, die diesen Anspruch auch erfüllen muss in Kauf nehmen, dass der Fotograf nach 12 Stunden Hochzeitsreportage noch 24 Stunden mit der Bearbeitung des Materials beschäftigt ist. Das hat seinen Preis.

Der Preis

Auf den ersten Blick erscheint ein beruflicher Hochzeitsfotograf sehr teuer zu sein. Das täuscht! Aus zwei Gründen. Erstens: Sie geben ja auch Geld aus um Ihre Gäste zu verköstigen und wahrscheinlich essen Sie zur Probe um sicher zu sein, dass das Essen gut wird. Sie wollen sich da also darauf verlassen können, dass Sie bekommen, was Sie erwarten. Richtig, so macht man das! Zweitens: Sagen wir, Ihr Hochzeitsfest dauert 10 Stunden und Sie geben dafür rund 15’000 Franken aus und Onkel Max fotografiert gratis. Das bedeutet, dass Sie pro Minute knapp 25 Franken bezahlen. Das ist wie Feuerwerk! Anzünden, puff, ahhh, ohhhh, weg! Ein Hochzeitsfest ist eine sehr effiziente Art der Kapitalvernichtung. Und was kostet es Sie, wenn Sie statt Onkel Max einen Berufsfotografen engagieren, der Ihr Fest für 4’000 Franken dokumentiert? 0.0000005 Franken pro Eheminute falls Sie eine Frau und bei Ihrer Hochzeit 30 Jahre alt sind. Scheidungsrate eingerechnet.

Fazit

Falls Sie wirklich ernsthaft heiraten wollen weil Sie jemanden lieben und dies mit einem grossen Fest zeigen möchten: Engagieren Sie den Profifotografen. Diese Bilder sind das Einzige, was Ihnen nach dem Fest bleibt! Und Onkel Max kann ja trotzdem ein paar Bilder machen.

Ärgernis «zvg»

Posted by Ausloser on August 24, 2010 in Rechtliches | 5 Comments

Jeder Fotograf kennt sie, die nichtssagende, honorarsparende Quellenangebe «zvg» – zur Verfügung gestellt – unter seinem Bild in der Zeitung. Ein Gräuel!

Wir fotografieren für unsere Kunden. Im Werkvertrag steht klipp und klar, dass der Kunde dafür zu sorgen hat, dass bei jeder vereinbarten Verwendung des Bildes eine ordentlich Quellenangabe unter Nennung des Fotografen zu erfolgen hat. Dann geht das Bild als jpg an die Redaktion der Zeitung, diese sieht zwar in den Metadaten, dass das Bild urheberrechtlich geschützt ist, sieht aber, da es ihr ja zur Verfügung gestellt wurde geflissentlich von einer Nennung des Fotografen ab weil sie damit Geld spart und schon steht da unter dem Bild «zvg». Natürlich schicken wir der Zeitung eine Rechnung. Diese leitet sie an die Person weiter, welche das Bild «zur Verfügung gestellt» hat, die wiederum reklamiert dann beim Fotografen weil sie der Meinung ist, das Bild ja bezahlt zu haben – was sie ja auch hat – aber nicht verstehen will, dass sie der Zeitung hätte sagen müssen, dass der Name des Fotografen unter das Bild gehört.

Das mag für Menschen, welche nicht davon leben, dass sie Bilder machen, etwas beckmesserisch tönen.  Aber ich garantiere Ihnen: Wenn Sie einen Artikel in der Zeitung schreiben, dann wollen auch Sie Ihren Namen dort sehen!

Die Quintessenz der Fotografie

Posted by Ausloser on August 7, 2010 in Philosophisches | No Comments

Das einzige, dass sich über Fotografie mit Bestimmtheit sagen lässt ist, dass sie nie die Wirklichkeit widergibt.

SF-Tower made by Holga ©Thomas Flück