Ärgernis «zvg»

Jeder Fotograf kennt sie, die nichtssagende, honorarsparende Quellenangebe «zvg» – zur Verfügung gestellt – unter seinem Bild in der Zeitung. Ein Gräuel!

Wir fotografieren für unsere Kunden. Im Werkvertrag steht klipp und klar, dass der Kunde dafür zu sorgen hat, dass bei jeder vereinbarten Verwendung des Bildes eine ordentlich Quellenangabe unter Nennung des Fotografen zu erfolgen hat. Dann geht das Bild als jpg an die Redaktion der Zeitung, diese sieht zwar in den Metadaten, dass das Bild urheberrechtlich geschützt ist, sieht aber, da es ihr ja zur Verfügung gestellt wurde geflissentlich von einer Nennung des Fotografen ab weil sie damit Geld spart und schon steht da unter dem Bild «zvg». Natürlich schicken wir der Zeitung eine Rechnung. Diese leitet sie an die Person weiter, welche das Bild «zur Verfügung gestellt» hat, die wiederum reklamiert dann beim Fotografen weil sie der Meinung ist, das Bild ja bezahlt zu haben – was sie ja auch hat – aber nicht verstehen will, dass sie der Zeitung hätte sagen müssen, dass der Name des Fotografen unter das Bild gehört.

Das mag für Menschen, welche nicht davon leben, dass sie Bilder machen, etwas beckmesserisch tönen.  Aber ich garantiere Ihnen: Wenn Sie einen Artikel in der Zeitung schreiben, dann wollen auch Sie Ihren Namen dort sehen!